Massenentlassungen bei Bosch – ein harter Schlag für Bühl

Thomas Hörth

Wie ein Blitz traf uns die Nachricht: Der Elektrokonzern Bosch will bundesweit rund 13.000 Stellen streichen – davon allein 1.550 Arbeitsplätze am Standort Bühl. Das entspricht fast der Hälfte der gesamten Belegschaft. Diese Entscheidung ist ein Schock – für die Beschäftigten, ihre Familien und für unsere gesamte Region.

Bosch ist – neben Schaeffler – einer der größten und bedeutendsten Arbeitgeber im Raum Bühl. Entsprechend gravierend wären die Folgen eines solchen Kahlschlags. Die Unternehmensleitung begründet den Schritt mit Umsatzrückgängen infolge der Konjunkturschwäche in der Automobilindustrie. Das mag teilweise zutreffen, wirft aber zugleich eine Reihe kritischer Fragen auf.

Denn auch Schaeffler, dessen Produktion ebenfalls stark von der Automobilbranche abhängt, wäre in diesem Fall massiv betroffen – mit womöglich schwerwiegenden Folgen für die gesamte regionale Wirtschaft.

Zudem ist bekannt, dass Bosch bereits seit Jahren versucht, den Standort Bühl schrittweise zurückzufahren – möglicherweise mit dem Ziel, die Produktion langfristig ins Ausland zu verlagern. Die aktuelle Begründung könnte daher als Vorwand dienen, um dieses Vorhaben nun konsequent umzusetzen. Dabei ist unbestreitbar, dass der Konzern weiterhin Gewinne erzielt – wenn auch geringere als in den vergangenen Jahren.

Wir fordern deshalb volle Transparenz seitens der Unternehmensleitung und eine offene Zusammenarbeit mit Betriebsrat, Gewerkschaft und Stadtverwaltung, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen, die Arbeitsplätze zu erhalten.

Jeder einzelne Arbeitsplatz ist wichtig – für die Betroffenen, ihre Familien und für die Zukunft unserer Region.

Unsere volle Solidarität gilt den Beschäftigten bei Bosch.